Was ist „das Absolute“?
Lehren des Diamond Approach über „das Absolute“.
Da das Absolute nicht einfach Nichtsein ist, erfahren wir es als Feld, als Weite und nicht einfach als Nichtsein. Um dies zu verstehen, ist eine Unterscheidung notwendig. Wir haben bisher zwei Begriffe austauschbar verwendet, nämlich „Absolutes“ und „absolute Dimension“. Genau genommen ist das Absolute die letztendliche Natur der Wirklichkeit, und es liegt jenseits von Dimensionen; denn Dimensionen sind die Erfahrung von Manifestation.
Dennoch erfahren wir das Absolute als Dimension – grenzenlos und unendlich –, als Unendlichkeit, die alle Manifestation umfasst und trägt, einschließlich der anderen grenzenlosen Dimensionen. Das Absolute ist das Unmanifestierte, die letztendliche Wahrheit und das Mysterium des Seins, jenseits aller Dimensionen und Qualitäten. Doch sobald es beginnt, Erscheinung zu manifestieren, erscheint diese Manifestation in einer unendlichen und grenzenlosen Weite, die wie schwarzer Raum wirkt. Manifestation hat immer eine Ausdehnung in Zeit und Raum. Wenn wir daher Erscheinung aus der Perspektive des Absoluten heraus betrachten, sehen wir eine Weite, die in einer noch viel umfassenderen, dunklen Weite erscheint – dem Absoluten. Wir erfahren das Absolute als Weite, als unermesslichen, unendlichen schwarzen Raum. In dieser Wahrnehmung erscheint das Absolute als grenzenlose Dimension, die allen anderen Dimensionen zugrunde liegt. Doch in Wirklichkeit liegt das Absolute jenseits von Raum und Zeit, denn es liegt jenseits von Manifestation.
The Inner Journey Home, S. 394
Wenn wir uns den Tiefen des Absoluten zuwenden, gibt es keine Erfahrung mehr; es herrscht Stille. Nisargadatta erkennt die absolute Wahrheit als reines Gewahrsein, sagt aber auch, dass reines Gewahrsein etwas benötigt, um sich zu manifestieren. Das Absolute ist der Zeuge, doch der Zeuge kann sich nicht selbst bezeugen, da es nichts zu bezeugen gäbe. Dies ist eine sehr interessante Eigenschaft der absoluten Wahrheit.
The Point of Existence, S. 430
Wir erfahren uns als Unermesslichkeit, als unermessliche Weite, so tief, dass sie vollkommen dunkel ist. Obwohl dunkel und still, unergründlich und stumm, ist sie die Quelle allen Lichts und aller Leuchtkraft. Und in dieser unermesslichen Unermesslichkeit werden wir Zeugen des Schöpfungsprozesses. Wir sehen eine dynamische Präsenz, den göttlichen Logos, der aus dem Absoluten hervorströmt und seine Potenziale als manifestierte Realität offenbart, seine Geheimnisse als vielschichtige Vielfalt des Seins und der Erfahrung preisgibt. Doch aufgrund der Unendlichkeit des Absoluten nehmen wir diese Vielfalt als Oberflächenphänomen wahr, als sei es das reine und unberührte Absolute selbst, das glitzert und leuchtet. Seine Brillanz bildet eine farbenfrohe und leuchtende Oberfläche des Strahlens und erzeugt unaufhörlich funkelnde Farben und Formen, Gestalten und Muster. Wir werden Zeugen einer sich entfaltenden Oberfläche aus klarem und vielfältigem Licht, deren Muster die Gesamtheit der Schöpfung ist. Das Absolute ist dem Licht vorausgehend, aber auch seine Quelle, sein Wesen und sein Geheimnis. Das Licht ist der sich entfaltende Logos, dessen Muster die Gesamtheit des Seins darstellt, eine dynamische, einheitliche Mannigfaltigkeit. Das funkelnde Licht ist eine einzige, ungeteilte Fläche, ein Feld der Strahlkraft voller Intelligenz und Wahrheit, Wirklichkeit und Bedeutung.
The Inner Journey Home, S. 378
